Nov 012013
 

Es wird kalt in NRW!Heute – auf den Tag genau ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des totalitären und absoluten Rauchverbotes in der nordrhein-westfälischen Gastronomie – erreichte uns ein Kommentar auf dieser Webseite, den ich zum Anlass für ein paar Worte tiefen Entsetzens und der persönlichen Abscheu vor derart menschenverachtenden Praktiken einzelner Personen in dieser grünen und roten Regierung unseres Landes nehmen möchte:

So, jetzt ist es soweit. Unser Sparclub hat sein diesjähriges Sparfest mit Sparfachauszahlung gefeiert. 46 Mitglieder haben ein Sparfach, damit hätten 75 Personen (Sparer plus Ehegatten) am Fest teilnehmen können. Angemeldet hatten sich 23 wobei 4 Personen das Fest sofort verlassen haben nachdem verkündet wurde das nicht geraucht werden darf. Von den verbliebenen Personen waren 7 Vorstandsmitglieder mit ihren Ehegatten die “gezwungen” waren zu bleiben.
Aus diesem Grund wurde für den gestrigen Abend eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen.
Tagesordnungspunkte: Feststellung über ordnungsgemäße Einladung, Begrüßung, Weiterführung des Sparclubs.
Festgestellt wurde: Die geringe Beteiligung zum Sparfest war ausschließlich eine Folge des Rauchverbotes, es wurde keine Möglichkeit gefunden das Fest woanders auszuführen. Nach mehrstündiger Diskussion habe ich als erster Vorsitzender den Antrag auf Auflösung unserer Spargemeinschaft gestellt. Der Antrag wurde mit 42 Stimmen angenommen.
Damit hat sich einer der ältesten Sparclubs in unserer Gegend (gegründet im Januar 1952) aufgelöst.

Es ist in der Tat eine große Tragödie, wie durch dieses Verbot der NRWSPD und einer kleinen grünen Partei über Jahre hinweg gewachsene soziale Kontakte und Strukturen zerstört werden. Sicher ist das – soweit es den unkontrollierbaren Bereich der Kneipenkultur betrifft – ein auch von Teilen dieser grünen und roten Regierung freudig angenommener Nebeneffekt. Welches menschenverachtende Elend, gerade bei älteren, nun allein lebenden und auch mal die auf Hilfe, aber insbesondere Sozialkontakte, angewiesenen Menschen damit überhaupt erst _erzeugt_ wird, das nehmen diese Politiker offenbar lächelnd in Kauf – denn seit nunmehr einem halben Jahr vergeht nahezu KEIN Tag, an dem nicht darauf hingewiesen wird.

Es kann und darf also niemand mehr sagen, er habe es nicht gewußt…

Dazu wollte ich mit diesen Worten einen Beitrag leisten…

Im Interesse der Menschen, die sich an Ihrem Sparclub beteiligen, wäre es schön, wenn Sie und der Club Ihre Entscheidung noch einmal überdenken könnten. Ich schreibe dies auch im Interesse der (offenbar) 17 alleinstehende Mitglieder, die sich sonst neu nach sozialer Integration umsehen müssten – wenn sie dafür noch die Kraft aufbringen.

Es wird kalt in Nordrhein-Westfalen…

  7 Responses to “Zwischenruf!”

Comments (7)
  1. Kann man diese lebensfernen Politiker nicht wegen Diskriminierung anzeigen oder sie sonstwie zum Teufel jagen ?
    Wer hilft mit?

  2. Ist bekannt, um welchen Sparverein es sich handelt?

    • Uns ist das leider nicht bekannt – aber vielleicht äußert sich der Schreiber dieser Zeilen hier ja noch mal…

      • Hallo
        Es handelt sich hierbei um einen von meinen Sparclubs. Der Vorsitzende hat hier nicht ganz die Wahrheit geschrieben, wohl weil er sehr erregt war. Im Sparclub waren noch einige Mitglieder die so ziemlich von Anfang an dabei waren, und auf Grund ihres Alters nicht mehr weiter mitmachen wollten. Einige wollten auf Grund ihrer finanziellen Lage nicht mehr, und einige kamen wegen dem Rauchverbot nicht mehr.Im Laufe der nächsten Jahre hätte sich dieser Club wahrscheinlich von alleine aufgelöst, da der Nachwuchs fehlte. Die junge Generation in meinem Lokal hat sich (aus verschiedenen Gründen) schon 1982 dazu entschieden einen weiteren Sparclub zu gründen, statt dem bestehenden Club beizutreten. Die verbliebenen Sparer machen nun in diesem Club weiter.

        Am gestrigen Samstag feierte unser Schützenverein das dörfliche Erntedankfest. Die Veranstaltung war durchnittlich gesehen sehr gut besucht. Bis auf ein paar Ausnahmen hat das mit dem Rauchverbot auch gut geklappt. Allerdings gab es vor der Tür die bekannten Probleme mit der Lautstärke, und heute Morgen mußte ich auch einige Zeit den Besen schwingen um die Strasse wieder sauber zu bekommen.

        In der vergangenen Woche hatte sich mein Brauereiverteter zum Jahresbesuch bei mir eingefunden. Auf meine Frage ob die Brauerei das Volksbegehren finanziell unterstützt bekam ich die Antwort das der Vorstand sich dagegen ausgesprochen hat um neutral bleiben zu können, denn man hätte auch Nichtraucher als Kunden. Ich bin zwar „verheiratet“ mit der Brauerei, aber die Liebe zu ihr erkaltet so langsam. Bei der Umsatzabfrage bekam der gute Herr dann allerdings doch ein langes Gesicht, da fehlten im Vergleich zum Vorjahr doch einige HL.

  3. Das zeigt wieder mal, dass es endlich Zeit wird den Unsinn rückgängig zu machen. Wann fällt endlich der Startschuss?

    • Sehr bald. Wir sind stetig bemüht, darauf kurzfristig eine Antwort zu geben. Jedoch müssen die wesentlichen Voraussetzungen für die Durchführung eines solch anspruchsvollen Vorhabens, wie es ein landesweites Volksbegehren nun mal ist, erfüllt sein.
      Wir benötigen noch aktive Unterstützer im Sauerland, in Teilen des Münsterlandes und Westfalens (OWL) [https://nrwgeniesst.de/Lokalpate/Anmeldung] und noch mehr finanzielle Unterstützung [https://NRWgeniesst.de/Spenden].

  4. Ja es ist ein Trauerspiel und es gibt tausende ähnliche Geschichten . Alles was funktioniert hat, wird kaputt gemacht…. Kegelvereine lösen sich im Massen auf und die idioten gehen keinen Schritt zurück

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